LKH Natters Pneumologie
Lungentransplantation
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HEILUNG DURCH LUNGENTRANSPLANTATION?
Immer mehr Menschen erhoffen sich eine Heilung ihrer Erkrankung durch eine Organtransplantation. In den letzten 25 Jahren hat die Organtransplantation erfolgreich internationale Verbreitung gefunden. Heilung ist durch eine Lungentransplantation nicht möglich, aber eine sehr wirksame Behandlung der Lungenerkrankung mit guter Lebensqualität
mit deutlicher Verlängerung des Lebens.
Der Erfolg der Transplantation hat aber auch eine Reihe von neuen Fragen
mit sich gebracht. Die Weitergabe von Organen nach dem eigenen Tod an andere Menschen musste nicht nur neu durchdacht, sondern auch in unseren Gefühlen verarbeitet werden. Diese Gedanken gehen nicht die nur auf ein Organ wartenden Kranken, sondern letztlich uns alle an.
Jeder kann Patient werden, jeder ist auch potentieller Organspender.
Dass Organverpflanzungen heute gelingen können und damit dem Patienten ein weitgehendes normales Weiterleben ermöglicht wird, ist eine Errungenschaft der modernen Medizin der letzten 20 Jahre.
1954 wurde die erste erfolgreiche Nierentransplantation an Zwillingen durchgeführt, 1963 die erste Lungentransplantation durch J. Hardy in den USA. Die weiteren Erfolge gelangen nach Einführung von immunsuppressiven (d.h. die Abstoßungsreaktion verhindernden) Medikamenten, was in weiterer Folge eine zunehmend erfolgreiche Entwicklung der Organtransplantation möglich machte.
Die Universitätsklinik Innsbruck war weltweit eine der ersten Institutionen, die regelmäßig erfolgreiche Organtransplantationen durchführten. Unter der Leitung von Univ. Prof. Dr. Raimund Margreiter gelangen in Österreich erstmals Nieren-, Leber-, Herz-, Lungen-,
Herz-Lungen-, Darm- und Multiviszeraltransplantationen, sowie zuletzt Handtransplantationen. Seit 1993 werden an der Universitätsklinik Innsbruck routinemäßig Lungentransplantationen durchgeführt.
LUNGENTRANSPLANTATION - EINE LEBENSRETTENDE THERAPIE
Viele Lungenerkrankungen sind chronische Erkrankungen, die weiter fortschreiten und eine zunehmende Einschränkung der Leistungsfähigkeit, Beweglichkeit und Lebensqualität bedeuten. Nach Ausschöpfung aller medikamentösen Maßnahmen und bestmöglich durchgeführter physikalischer Therapie kann eine Transplantation der Lunge die einzig lebensrettende und lebensverlängernde Therapiemöglichkeit sein.
Das Fortschreiten einer Lungenerkrankung führt zu Sauerstoffpflichkeit, Notwendigkeit einer intermittierenden Beatmung und immer häufigere und längere stationäre Aufenthalte. In diesen Fällen führt eine Transplantation nicht nur zur Verbesserung der Atmung und Leistung sondern auch zur Möglichkeit ein annähernd normales und sozial integriertes Leben zu führen.