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INFEKTIONEN Aufgrund der immunsuppressiven Medikamente, die den Patienten vor einer Abstoßungsreaktion schützen sollen, sind Transplantierte anfälliger für Infektionskrankheiten als andere Personen, daher sollten Schutzmaßnahmen ergriffen werden.. Iin Grippezeiten sollten größere Menschenmengen im Kino, in Einkaufszentren, in der Straßenbahn vermieden werden. Der Besuch von kranken oder hustenden Freunden sollte unterbleiben und anstelle lieber telefoniert werden. Bei Erkrankungen von Familienangehörigen insbesondere bei Kinderkrankheiten bitten wir um Kontaktaufnahme mit den behandelnden Ärzten. Statt dem transplantierten Patineten sollte eine andere Person den kranken Angehörigen pflegen. Innerhalb des 1. Jahres nach Transplantation sollte keine Impfung durchgeführt werden. Nach dem ersten Jahr bitte wir allfällige Impfungen mit unserem Transplantationszentrum zu besprechen. Angehörige von Lungentransplantierten sollten sich jedes Jahr gegen Grippe impfen lassen und bei Auftreten von Infektionskrankheiten den Kontakt zum Transplantierten meiden und eine möglichst rasche medikamentöse antiinfektiöse Therapie durchführen. Bei Besuch von Arztpraxen während größeren Menschenansammlungen insbesondere in der Grippezeit beim Besuch des Krankenhauses bei Kontrolluntersuchungen im LKH Natters bitten wir unsere Patienten den Mundschutz aufzusetzen. Körperhygiene und regelmäßige Mundhygiene ist unbedingt erforderlich.
ABSTOSSUNGEN Nach Durchführung einer Organtransplantation wird das Immunsystem des Empfängers unterdrückt, um eine Abstoßung des als „fremd“ empfundenen Organes zu verhindern. Dies geschieht durch eine Kombination von drei verschiedenen Medikamenten. Diese immunsupprimierende Behandlung ist anfangs sehr hoch und kann im Laufe der Zeit auch Transplantation weiter reduziert werden. Bereits nach einem Jahr ist nur mehr die Hälfte der ursprünglichen Immunsuppression notwendig.. Der Körper beginnt sich an das neue Organ zu gewöhnen, sodass es ihm etwas weniger fremd erscheint (Toleranzentwicklung). Die Toleranz ist nie vollständig, sodass eine lebenslange Einnahme von immunsupprimierendne Medikamente notwendig.. Trotz der medikamentösen Immunschwäche kann es zu Abstoßungsreaktion kommen, die allerdings seltener und wesentlich schwächer sind. Die akute Abstoßung kann plötzlich auftreten und äußert sich meist durch grippale Symptome, Husten, Fieber und eine verschlechterte Lungenfunktion. Aus diesem Grund sollte zweimal täglich die Lungenfunktion gemessen und damit die Organfunktion der transplantierten Lunge kontrolliert werden. Eine früh erkannte akute Abstoßung ist leicht und rasch zu behandeln und beeinträchtigt die Funktion der Lunge nur gering. Im Laufe von Monaten bis Jahren nach der Transplantation kommt es zur chronischen Transplantatabstoßung (Bronchiolitis obliterans). Diese führt zu einer langsamen Verschlechterung der Lungenfunktion. Die Bronchiolitis obliterans kann durch viele Faktoren begünstigt werden (Infektionen, Organschaden während der Transplantation, häufige akute Abstoßungen). Ein Hintanhalten der chronischen Abstoßung ist das Wichtigste, um ein langes Überleben des Transplantates zu gewährleisten.
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Landeskrankenhaus
Natters Universitätsklinik Innsbruck |