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Eine Lungentransplantation wird bei uns nur durchgeführt, wenn der Patinent mindestens 6 Monate vor der Transplantation Nichtraucher ist. Wir empfehlen auch allen Angehörigen und vor allem denen, die im selben Haushalt wohnen dringend auf das Rauchen zu verzichten. Nach der Lungentransplantation besteht absolutes Rauchverbot. Sollten Schwierigkeiten mit der Enthaltsamkeit vom Rauchen bzw. wieder aufgetretene Entzugserscheinungen auftreten, bieten wir ein frühe ärztliche und psychologische Beratung an. Uns ist es lieber mit allen Patienten und Angehörigen vertrauensvoll über dieses Thema zu sprechen und gemeinsam einen Weg zur neuerlichen Entwöhnung zu finden. Rauchen nach Lungentransplantation fördert die Infektionen, gefährdet das Überleben der transplantierten Lunge und kann eine sehr erfolgreiche, teure und lebenswichtige Therapie zunichte machen. BEWEGUNG Körperliche Betätigung, sowie die Rehabilitationsmaßnahmen vor der Lungentransplantation erfolgt auch ein entsprechendes Trainingsprogramm zum Muskelaufbau nach der Transplantation. Nach der Entlassung aus dem LKH Natters gibt es wiederum entsprechende Empfehlungen zur regelmäßigen körperlichen Betätigung.. Prinzipiell dürfen Menschen mit einer transplantierten Lunge alle Hobbys und alle Sportarten durchführen, auf Urlaub fahren, ihren Beruf ausüben, Wandern gehen, Spazieren gehen, Radfahren. Schwimmen ist im Freien (See, Meer, Freischwimmbad) möglich. Auf den Besuch von öffentlichen Hallenbädern, Saunen, Wellness-Instituten und Heilbädern sollte aufgrund der hohen Infektionsgefahr mit Pilzsporen verzichtet werden. Für die Ausübung von Sportarten gilt grundsätzlich: eine Überforderung des sehr lange, aufgrund der Lungenerkrankung untrainierten Körpers zu vermeiden. Es empfiehlt sich mit gutem Gefühl regelmäßig einer sportlichen Betätigung nachzugehen. NACHKONTROLLEN Sämtliche Nachkontrollen nach erfolgreicher Lungentransplantation erfolgen auf der Station V und an der Tagesklinik im LKH Natters. Hier werden nach der Transplantation in sehr kurzen Abständen (1- bis 2 Wochen) alle Patineten nachkontrolliert. Je besser der Patient mit seinem frisch transplantierten Organ zu leben lernt, desto seltener sind ambulante Kontrollen notwendig. Dies sind normalerweise im 1. Jahr nach Transplantation alle 4 Wochen, anschließend alle 6 bis 8 Wochen. Eine Bronchoskopie muss im ersten Jahr alle 3 Monate und anschließend in ½ bis 1-jährlichen Abständen durchgeführt werden. Weiters erfolgen im LKH Natters Beratungen bezüglich Ernährung, insbesondere bei starker Gewichtszunahme durch die Medikamenteneinnahme, sportliche Beratung, physiotherapeutische Übungen und bei Bedarf Raucherentwöhnung bei wiederaufgetretenen Suchterscheinungen sowie psychologische und psychotherapeutische Gespäche für Transplantierte und deren Angehörige. DIE KONTROLLE IM LKH NATTERS Wir bitten Sie zur Routinekontrolle nüchtern ohne Einnahme von Medikamenten im KH zu erscheinen (Tagesklinik – Erdgeschoss). Sie erhalten nach durchgeführter Blutabnahme bei uns ein Frühstück und die Gelegenheit zur Medikamenteneinnahme. Wir bitten Sie vor 8 Uhr morgens zu kommen um rechtzeitig und zeitgerecht alle notwendigen Untersuchungen durchführen zu können. Im Normalfall wird eine Blutabnahme mit Bestimmung von Infektionswerten und Medikamentenspiegeln, eine Lungenfunktionsprüfung, ein EKG und ein Lungenröntgen durchgeführt. Sollte eine Bronchoskopie notwendig sein, werden Sie für 2 Tage stationär aufgenommen. Weiters bitten wir Sie, eine Nüchternharnprobe zur ambulanten Kontrolle mitzubringen. WICHTIGE ADRESSEN UND TELEFONNUMMERN: LKH NATTERS – Station V – 0512/5408-451/452 Dr. Geltner 0512/5408-143 Dr. Bucher 0512/5408-350 Tagesklinik 0512/5408-351 TRANSPLANTCHIRURGIE – Koordination Herr Fetz, Herr Schobl, Herr Bichler 0512/504-22603 TRANSPLANTAMBULANZ – 0512/504-22606 TRANSPLANTINTENSIVSTATION – 0512/504-22615 LUNGENTRANSPLANTATIONSTEAM Transplantationschirurgie: Prof. Dr. L. Müller, Prof. Dr. R. Margreiter Pneumologie Natters – OA Dr. C. Geltner, OA Dr. B. Bucher
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Landeskrankenhaus
Natters Universitätsklinik Innsbruck |