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Am Tag der Transplantation Sollte ein entsprechendes Spenderorgan zur Verfügung stehen, werden die Patienten unmittelbar von unserem Transplantkoordinationsbüro (Herr Fetz, Herr Schobl, Herr Bichler) oder direkt vom disthabenden Chirurgen (Prof. Dr. L. MÜLLER) angerufen. In einer kurzen telefonischen Besprechung wird beurteilt, ob der Patient iin gutem Zustand ist und eine Transplantation gefahrlos durchgeführt werden kann. Dann bitten wir unsere Patienten so rasch als möglich in die Klinik zu kommen. Im Normalfall wird ein Rettungstransport organisiert. Längere Fahrtstrecken mit dem Privatauto sollten aufgrund der krankheitsbedingten Einschränkung des Gesundheitszustandes und der operationsbedingten Aufregung vermieden werden. Die Patienten sollten iinnerhalb weniger Stunden (je schneller, desto besser) auf der Univ.-Klinik für Chirurgie, Abteilung für Transplantationschirurgie, 3 Stock aufgenommen werden. Ein eventuell notwendiger Flugzeugtransport wird von der Koordination organisiert. Die entsprechenden Maßnahmen werden telefonisch mitgeteilt. Es kann vorkommen, dass eine bereits geplante Transplantation kurzfristig abgesagt werden muss. Dies hängt oft am Spenderorgan oder an der Verfügbarkeit von Operationsräumen oder Intensivplätzen. Da ein optimales Organ und eine bestmögliche Versorgung im Operationssaal undauf der Intensivstation angeboten werden soll, muss in solchen (seltenen) Fällen die Transplantation verschoben werden. Das Spenderorgan Die zu transplantierende Lunge wird von einem hirntoten Spender entnommen, dessen lebenswichtige Organe wie Herz, Leber, Lunge und Nieren jedoch normal funktionieren. Die Funktion dieser Organe muss einwandfrei sein, um als Spenderorgane verwendet werden zu können. Von welchem Menschen Sie ein Spenderorgan erhalten, wird streng geheim gehalten und ist auch den behandelten Ärzten nicht bekannt. OPERATIONS-Technik Ob eine ein- oder doppelseitige Lungentransplantation durchgeführt werden soll, hängt von der Grunderkrankung des Patienten bzw. von verschiedenen Krankheitskomplikationen oder erschwerenden Faktoren ab. Grundsätzlich gilt, dass eine einseitige Lungentransplantation die wesentlich einfachere OP mit der wesentlich kürzeren OP-Dauer ist und eine gut funktionierende Einzellunge eine ausreichende Lebensqualität und eine sehr gut O2-Versorgung garantiert. Bei manchen Erkrankungen kann ausschließlich eine doppelseitige Lungentransplantation durchgeführt werden: Dies ist insbesondere bei Erkrankungen der Lungenstrombahn, Infektionen bei Bronchiektasien oder auch Lungenemphysemen notwendig. Im Falle einer beidseitigen Transplantation, wird sequentiell, d.h. zuerst eine dann die andere Seite, hintereinander operiert. Die Operationsdauer beträgt ca. 6 Stunden. Während der Operation kann es notwendig sein, die Kreislauf- und Atemfunktion des Patienten durch eine Herz-Lungenmaschine zu unterstützen. In manchen Fällen ist eine Entwöhnung von der Herz-Lungenmaschinen auf der Intensivstation notwendig und eine schonende Durchblutung der frisch transplantierten Lunge zu ermöglichen. Welche Operationstechnik bei Ihnen verwendet wird, lässt sich zumeist bereits zum Zeitpunkt der Listung festlegen. Alle Lungentransplantationen werden über einen muskel- und knochenschonenden Zugang unterhalb der Brust durchgeführt (Schnittlänge 10 – 15cm). Eine Durchtrennung des Brustbeines ist nur mehr sehr selten notwendig. Dadurch bleibt die Beweglichkeit des Brustkorbes und der Atemmuskulatur bestmöglich erhalten und die Schmerzhaftigkeit des Eingriffes ist geringer.
Wichtig ist bei diesen Medikamenten, sie zum richtigen Zeitpunkt und in exakter Dosierung einzunehmen. Es darf keine Dosis ausgelassen werden. Wurde eine Dosis vergessen und diese innerhalb weniger Stunden bemerkt, dann sollte diese Dosis sofort eingenommen werden. Eine vergessene Dosis darf nie mit der nächsten Dosis eingenommen werden. Bei Durchfall, Erbrechen oder Magenschmerzen kann es zu einer geringen Verwertbarkeit und Wirkung der Medikamente kommen, in diesem Fall sollte sofort mit dem LKH Natters – Dr. Geltner, Dr. Bucher oder dem diensthabenden Arzt Kontakt aufgenommen werden. Weitere Medikamente Anfangs erhalten alle transplantierten Patienten Medikamente zum Schutz vor Infektionen durch Bakterien, Viren und Pilze. Diese werden zunächst mittels Infusion und Inhalationen verabreicht. Insbesondere die Inhalationen sollen regelmäßig und gewissenhaft in der entsprechenden Dauer durchgeführt werden. Eine entsprechende Anleitung zur Zubereitung unddie genaue Dosierung wird während des Aufenthaltes in Natters erlernt. Weiters sind gelegentlich Medikamente zur Unterstützung der Herzfunktion zur Senkung des Blutdruckes zur Behandlung von Fettstoffwechselstörungen bzw. zur Behandlungen anderer vorbestehender Erkrankungen notwendig. Für die ersten drei Monate nach Transplantation erfolgt eine Therapie
und Prophylaxe der Cytomegalie (CMV) und anderer Viren durch Ganciclovir
(Cymevene®) und Valganciclovir (Valcyte®). Im ersten Jahr erfolgt zusätzlich eine Prophylaxe gegen bakterielle Infektionen und Pneumocystis
durch ein Sulfonamid (meist Cotribene® oder Bactrim®).
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Landeskrankenhaus
Natters Universitätsklinik Innsbruck |