Die Entscheidung zur Durchführung einer Lungentransplantation wird
gemeinsam besprochen. Wenn alle Fragen bezüglich Transplantation
und die vorbereiteten Maßnahmen abgeschlossen sind, wird gemeinsam
(Arzt, Patient, Angehörige) die endgültige Entscheidung zur
Transplantation getroffen.
Anschließend wird eine Listung durchgeführt. Dies bedeutet,
dass der Patient auf eine europaweite Warteliste zur Organtransplantation
gesetzt wird und entsprechend von Wartezeit, Schwere der Grundkrankheit,
sowie Blutgruppen und größenabhängig eine Zuordnung des
Spenderorgans durchgeführt werden kann.
Die Wartezeit für ein passendes Spenderorgan kann wenige Tage bis
zu mehreren Monaten betragen. Dies ist im Wesentlichen von der Verfügbarkeit
eines passenden Spenderorganes abhängig (im Durchschnitt 6 Monate).
Wenn ein passendes Organ gefunden ist, muss die Transplantation innerhalb
von wenigen Stunden durchgeführt werden, da das Organ nicht lange
konserviert werden kann.
Um eine rasche Einlieferung in das KH zu ermöglichen, muss der Pat.
ständig erreichbar sein (Mobiltelefon). Nur dadurch ist gewährleistet,
dass die Transplantation rechtzeitig begonnen werden kann.
TRAININGSMASSNAHMEN UND REHABILITATION
Normalerweise werden schwere Lungenerkrankungen zusätzlich mit entsprechenden
physikalischen Maßnahmen, Atemgymnastik, regelmäßigem
Training der Muskulatur, Inhalationstherapie und O2-Therapie behandelt.
Dies wird im Regelfall an unserer pneumologischen Abteilung im LKH Natters
durchgeführt. Dort erhalten unsere Patienten die entsprechenden Anleitungen
durch unsere physikalischen Therapeuten und werden entsprechend ihres
persönlichen Trainingszustandes, ihrer Leistungsfähigkeit und
ihres O2-Bedarfs sehr individuell auf ein Trainingsprogramm für zuhause
eingelernt.
Es ist sehr wichtig, dass der Patient während der Wartezeit auf die
Lungentransplantation in möglichst gutem und trainiertem Zustand
ist. Dadurch werden unnötige Schwierigkeiten und Komplikationen während
und nach der Operation vermieden. Die anschließend notwendige Rehabilitation
ist dadurch um vieles leichter.
Mit Anleitung unserer Physiotherapeuten erlernen sie regelmäßige Atemgymnastik, verschiedene Atemtechniken, Verwendung von Inhalierhilfen, Beatmungsgeräten, sowie Hometrainer, Hanteltraining, eventuell zum entsprechenden Ausdauertraining.
Je nach Krankheitsbild wird ein persönliches Trainingsprogramm entwickelt, um eine Überforderung zu vermeiden und dennoch ein möglichst gutes Trainingsergebnis zu erzielen.
Die Übungen können auch zuhause leicht, wenn regelmäßig
und richtig durchgeführt werden. Meist ist ein Ausdauertraining mit
einem Fahrradergometer sinnvoll. (Keine Angst im Sitzen rad zu fahren
ist wesentlich leichter als zu stehen und zu gehen).
REGELMÄSSIGE KONTROLLEN VOR DER TRANSPLANTATION
Normalerweise erhalten Sie monatlich einen Termin zur ambulanten Kontrollen
im LKH Natters – Transplantationsabteilung um frühzeitig Verschlechterungen
ihrer Grundkrankheit, Ernährungsprobleme, Probleme mit der physikalischen
Therapie, sowie schleichende Infekte zu beobachten, dadurch wird gewährleistet,
dass eine möglichst gute Vorbereitung auf die Operation gegeben ist.
Generell gilt bei Verschlechterung der Krankheit und bei Auftreten von
Infekten bei zunehmender O2-Bedürftigkeit eine frühzeitige Kontaktaufnahme
mit dem Krankenhaus durchzuführen, um schwerere Infektionskrankheiten
und verschlechternde Schübe ihrer Krankheit zu verhindern.
Sollten sie au ßerhalb des LKH Natters bzw. Univ.-Klinik für
Chirurgie Ibk stationär aufgenommen sein, bitten wir Sie sofort mit
der Transplantkoordination (Herr Fetz, Herr Schobl) oder mit der pneumologischen
Abteilung im LKH Natters (Dr. Geltner, Dr. Bucher) Kontakt aufzunehmen.
KONTAKTAUFNAHME MIT DEM LKH NATTERS WÄHREND DER WARTEZEIT.
Wenn Sie in einem anderen
KH stationär aufgenommen sind.
Wenn sich Ihr Krankheitszustand
sehr verschlechtert hat, oder Sie zunehmend mehr Sauerstoff brauchen.
Bei jeder Telefonnummern-
oder Adressänderung.
Wenn Sie noch ungeklärte
Fragen zu ihrer Transplantation haben.